Und jetzt nach Spanien

Dem Frühling entgegen

Awenasa in Spanien

Wo sollen wir hin? Kanada sowie andere Übersee-Ziele liegen immer noch in weiter Ferne. Von Grimaldi haben wir auch immer noch den bezahlten Betrag nicht zurückerstattet erhalten. Somit können wir nicht einfach ändern auf z.B. Südafrika oder Mexiko, da dort Grimaldi nicht fährt.

Stand Grimaldi-Frachtschiff-Passagierfahrten: Stand Januar 2021 sind jedoch alle Grimaldi-Frachtschiff-Passagierfahrten bis Ende Februar (Stand Februar 2021: bis mind. Ende August!) storniert. Das wird jedoch noch länger dauern. Wir vermissen nach dem 2020-er Jahr in Skandinavien die Sonne. Darum entscheiden wir uns für Spanien und hoffen, dass Marokko vielleicht noch aufgeht. Anfangs Februar fahren wir los.

PCR-Tests wofür? Wir haben die geforderten negativen Corona-Tests sowie die ausgefüllten Formulare dabei als wir in Genf die Grenze übertreten. Kein Beamter weit und breit! Dasselbe dann an der Grenze von Frankreich nach Spanien. Wir sind CHF 316.- (selbstbezahlte 2 Covid PCR Tests) ärmer und eine Erfahrung reicher!!

Unsere Planung: Wir fahren vorerst der Küste entlang, da die Temperaturen milder sind als im Inland. Zudem ist die Vegetation noch nicht so weit. Wir wissen von früheren Reisen und aus unserer Tourismuserfahrung: die spanische Ostküste gefällt uns gar nicht. Bausünden vergangener Jahre zu Hauf! Wenigstens zwischendurch erhellen Zitrusplantagen mit prallbehangenen Orangen- und Zitronenbäumen, Olivenplantagen und erste blühende Mandelbäume das Gemüt.

Wir stoppen das erste Mal für ein paar Tage zwischen Benidorm und Alicante. Auf einem kleinen Campingplatz mit wenigen Besuchern – meist Überwinterungscamper aus Schweden, Norwegen und Deutschland – geniessen wir die wärmende Sonne, und Eitschpi folgt seinem täglichen Ritual, einem Schwumm im kühlen Meer. Ein wenig Balsam für die Seele.

Weiter südwärts. Die Gegend wird anders, jedoch noch schlimmer. Soweit das Auge reicht, Gewächshaus an Gewächshaus. Und dort wo nichts steht, Abfall und Plastikhaufen. Wie kann man das nur so zulassen? Hier und dann weiter bis Almeria und Richtung Malaga wachsen die europaweit verkauften spanischen Früchte und Gemüse. Die Natur bleibt auf der Strecke! Wir biegen ab in den Naturpark Cabo de Gata-Nirjar. Zuerst führt die Strasse noch durch Gewächshäuseransammlungen (Green Houses), dann durch vermüllte Gegend, und dann kommt Erholung für unser Auge. Rauhe Küste, blaues Meer, kleine Buchten und Dörfer. Wir installieren Awenasa auf dem einfachen, fast leeren Campinplatz La Galeta – und werden unerwartet zu einem Apero eingeladen. Der Platz hat einen neuen Eigentümer, und der neue Direktor Stephan (Österreicher mit über 20 J. Spanienerfahrung in der Hotellerie/Gastronomie) stellt sich vor.

Wir bleiben hier, wandern entlang der Küste zum wunderschönen Naturstrand Playa del Playazo mit dem fotogenen Castillo de San Ramón, oder einfach querfeldein, oder fahren mit den Bikes nach Las Negras für einen Espresso. Etwas nördlich bei San Pedro gibt es eine Hippiekommune; einige der Leute treffen sich auch in der Heladeria in Las Negras. Die Restaurants hier in Andalusien dürfen die Aussenplätze bedienen. Wohltuend für das gesellschaftliche Leben!

Freunde von uns, auch gestrandete Weltreisende, sind in der Nähe von Malaga, und wir fahren darum zu ihnen und verbringen ein paar gemütliche Tage dort. Sie fahren zurück Richtung Schweiz, wir zurück in den Parque Natural Cabo de Gata-Nijar. Freunde schreiben uns aus Los Escullos, also warum nicht dort vorbeischauen? Gesagt, getan. Das Wetter kehrt, der Regen tut der ausgetrockneten Natur viel Gutes, wir selber hätten natürlich lieber Sonne. Auf dem 4* Camping Los Escullos ist die Infrastruktur besser, mit Shop und Restaurant mit täglicher Happy Hour. Wir bleiben mal ein bisschen. Wir unternehmen Wanderungen in der Umgebung.

Übrigens: Übernachten/campen am Strand ist hier verboten, und wird auch streng kontrolliert. Wir haben Verständnis dafür, denn zahlreiche der sich stolz nennenden Freicamper hinterlassen wirklich jeden Müll und ihre Notdurft. Keine Erziehung, ob alt oder jung, ob Mensch oder Hund! Das haben wir leider auch schon in Schweden und Norwegen ansatzweise gesehen. Das wird jetzt noch schlimmer, mit dem Campingboom, befürchten wir. Freicampen wird darum immer schwieriger werden.

Das ist der momentane Plan. Wir wollen einige Zeit hier verbringen, und dann gegen Ende März, wenn es im Inland wärmer wird, Richtung Granada aufbrechen. Dann wieder zur Küste bis Tarifa (Marokko wird ja ziemlich sicher ein Traum bleiben). Später im Sommer visieren wir den Norden von Portugal, Galicien, Asturien und die Pyrenäen an. Zudem sind wir bei drei Züchtern (1x Schweiz, 2 x Spanien) auf der Warteliste für einen Pyrenäen Berghund. Ein Reisebegleiter und eine Aufgabe für Eitschpi.

Mal schauen wie’s kommt.

2 Kommentare

  1. Hallo ihr Zwoa Reisende! Es sind schöne Berichte die ihr da hineingestellt habt. Weiter so! Wir verfolgen euch. Es war schön euch zu treffen Horst und Ulli

    • Danke:-). Auch wir haben es genossen, so kuule Nachbarn zu haben. Schweiz und Austria, das passt schon ;-). Machts gut!

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